Raf Simons – Frühjahr-Sommer 2016


Der belgische Modedesigner entführt mit seiner Kollektion zu Beginn der Pariser Fashion Week in ein verlassenes Lagerhaus am Stadtrand und präsentiert auf dem Laufsteg ein fast ebenso dramatisches Styling. Er stellt Jung und Alt gegenüber: Der „Anzug“ der Jugend – der Hoodie – trifft auf das Hemd.

Simons ist dafür bekannt, nach seinen eignen Regeln zu spielen. Für reichlich Gesprächsstoff sorgt er dieses Mal, als er einige der Models mit von karierten Hauben verhüllten Gesichtern über den Catwalk schreiten lässt.

Die Kollektion, wie gewohnt charakterisiert durch sorgfältige Maßschneiderei, beinhaltet eine große Auswahl an länglichen Silhouetten, verbunden mit schmalen Formen. Zu sehen ist eine unorthodoxe Herangehensweise an Herrenmode, die schon immer einen wichtigen Aspekt der Identität Simons als Designer darstellte. Ein lineares Motiv lässt sich dabei durch den Einsatz von Karomustern ausmachen.

Jacken, Hemden und Blazer – zu einem großen Teil auch gelayert – kommen in einer Vielzahl an Tartans daher. Shirts und Coats sind mit Perforationen und Metallösen versehen. Auch die Schlaghose erfährt in der Kollektion ein Revival: Lang und breit schwingt sie dabei um die Beine der Models und macht den Einfluss der 70er-Jahre unverkennbar.

Die Farbpalette bewegt sich von Schwarz über Braun zu Rot und Beigetönen und ist relativ neutral gehalten. Die einzelnen Looks werden von überlangen Ketten und Rucksäcken abgerundet.

Insgesamt kreiert Simmons für Frühjahr-Sommer 2016 eine moderne und leichte Kollektion, die einen Hauch geheimnisvoller Nostalgie mit sich bringt.

Text: fashionpress.de // Fotos: Raf Simons

Zurück Hans Gugelot - rationaler Visionär
Weiter Louis Vuitton – Frühjahr-Sommer 2016