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stylejunkyz.de

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Noch bevor die Frühjahr-/Sommer-Kollektion in den Geschäften präsentiert wird, laufen bei manchem Designer andere Planungen. Diese stellen in den kommenden Wochen ihre Mode für die Herbst-/Winter-Saison 2016/2017 vor. Diesmal geht das Haus Saint Laurent andere Wege, vor die Mode für das Online-Shopping angeboten wird.

Foto: Saint Laurent Paris
Foto: Saint Laurent Paris

Neue Wege gehen

Für das Team von Yves Saint Laurent beginnt am 10. Februar 2016 eine neue Zeitrechnung. Dann erfolgt die Präsentation der neuen Mode-Kollektion für Herbst 2016/2017. Nur findet die Show in diesem Jahr im legendären Palladium von Los Angeles statt. Den Hintergrund dafür bildet die Anlehnung der Show an die Musikszene der Stadt.

Ausblick auf die Show

In den vergangenen Tagen waren Andeutungen bereits mehrfach auf dem Instagram-Kanal zu lesen. Jetzt ist die Verkündung der Nachricht endlich offiziell möglich. Präsentiert werden die neuen Kollektionen für Herbst/Winter 2016/2017 in Los Angeles anstatt in Paris. Dort zeigt das Label zum einen die neue Herrenkollektion. Zu sehen sein wird ferner ein Teil der Damenkollektion, bei dem es sich um die Pre-Fall-Kollektion 2016 handelt.

Details zur Veranstaltung

Die Präsentation der Show erfolgt im am Sunset Boulevard gelegenen Hollywood Palladium. Es handelt sich um eine Konzertlocation mit geschichtsträchtigem Charakter, die sich durch ihren Art-Deco-Stil auszeichnet. Doch auch als Auftrittsort für Musikgrößen wie Led Zeppelin oder Jimi Hendrix hat das Palladium an Bedeutung gewonnen. Jetzt erklärte das Label, dass die Musikszene von Los Angeles die Inspirationsquelle für die Show rund um die Mode darstellt. Deutlich wird das Fortsetzen des Labels auch an einem anderen Thema. Nur fünf Tage später kommt es zur Verleihung der Grammys. Überreicht werden sie den Künstlern am 16. Februar 2016.

Der Blick in die Welt von Saint-Laurent

Hedi Slimane ist Kreativdirektor beim Mode-Label. Schon seit längerem bezieht er seine Inspiration von Kalifornien, wo er mittlerweile seit dem Jahr 2008 lebt. Inzwischen besitzt er seit dem Jahr 2012 in West Hollywood ein Saint-Laurent-Atelier. Dieses erhielt durch ein Statement des Hauses eine neue Würdigung. Schließlich würde das kalifornische Haus an Marrakesch erinnern. Einst hatte Yves Saint Laurent in Marrakesch viele ikonische Entwürfe zu Papier gebracht.

Wenn die Planung bleibt

Bekannt ist, dass Unternehmen nur einen Teil der kommenden Herbst/Winterkollektion präsentiert. Am 7. März 2016 findet die Pariser Fashion Week statt. Dann stellt das Unternehmen den zweiten Teil von der Damenkollektion vor. Doch schon jetzt ist das Online-Shopping bei Yves Saint Laurent möglich.

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Wenn Du Dich nicht nur pudelwohl fühlen möchtest, sondern obendrein noch in den angesagtesten Klamotten umherlaufen möchtest, haben wir total interessante Offerten für Dich. Die angesagteste sportliche Mode, die Dir bestimmt gefallen wird kannst Du beim Online-Shopping schnell und komfortabel ordern.

Top Labels warten auf ihren Einzug in Deinem Kleiderschrank

Gib ihnen die Chance und schaue Dir die flippige Casual Mode, die zurzeit voll im Trend ist, unverbindlich an. Gemütlich von zu Hause aus shoppen, heißt in aller Ruhe zu stöbern, auszusuchen und zu vergleichen. Viele Modeideen erwarten Dich beim Online-Shopping. Stylische Hemden, Blusen, Shirts, Jacken, Mäntel, Hosen und zahlreiche Accessoires, warten nur darauf entdeckt zu werden. Hier findet man lässige Mode, die aber nicht nur in der Freizeit getragen werden kann. Hervorragend kombiniert, sieht sie auch äußerst schick im Büro aus. Und gegen ein sportliches lebendiges Aussehen hat wohl kein Chef etwas entgegenzusetzen.

Foto: Brooke Cagle, unsplash.com
Foto: Brooke Cagle, unsplash.com

Der Spaß an der Mode darf nicht zu kurz kommen

Selbst zu einem Anzug darf selbstverständlich ein cooles Poloshirt getragen werden. Ebenso ist es völlig in Ordnung, wenn Damen zu einem Hemdblusenkleid mit einem Ledergürtel greifen. Längst sind die Zeiten vorbei, wo kleinkarierte Modediktate ihre Wirkung zeigten. Bei heißen Tagen, dürfen Herren auch bei Kundenkontakte, gerne auf ihre liebgewonnene Krawatte verzichten. Denn, nur wer weiß was er zu bestimmten Anlässen tragen sollte, wird von seinem Gegenüber akzeptiert und positiv wahrgenommen. So können sich Trendsetter selbstbewusst und hervorragend gekleidet, durch den so tristen Alltag bewegen.

Farbe oder keine Farbe, das ist die Frage

Erst einmal bleibt jeden selbst überlassen, für welche Farben, Qualitäten und Schnitte er/sie sich entscheidet. Die Auswahl unter den angepriesenen Kollektionen an aktueller Mode ist riesig groß. Da ist es schon ganz ratsam, wenn fürs Online-Shopping etwas mehr Zeit zur Verfügung steht. In der Regel finden alle modisch interessierte Damen und Herren, die auf ihren Leib geschnittenen persönlichen Stücke. Von lässig, leger bis hin zum Businesslook, ist in der Mode alles vertreten. Unter den angepriesenen Modellen gibt es Garderobe für alle erdenklichen Anlässe und Gelegenheiten. Denn, wie lautet ein beliebtes Modezitat von Giorgio Armani, das lautete: „In der Mode gibt es keine letzte Wahrheit. Man kann nie sagen, das ist „in“ und das ist „out“. Es wird immer eine Mischung geben aus dem, was gerade kommt, und dem, was gerade geht.“

Spätestens seit Beginn der Sendung „Die Höhle der Löwen“ haben auch junge Unternehmen eine große Chance, sich auf dem Markt zu etablieren. Dennoch scheitern viele hierbei und können die Löwen nur schwer von sich und ihren Produkten überzeugen. Gleich drei Löwen von sich überzeugen konnte jedoch das Unternehmen Von Floerke, das sich auf die Herstellung von Accessoires für Männer spezialisiert und somit nicht nur den Nerv der Löwen getroffen, sondern eine Marktlücke gefunden hat.

Männeraccessoires – Eine große Marktlücke

Keine Frage: Für Frauen gibt es unendlich viele Möglichkeit, das Outfit durch Accessoires besonders zu machen: Handtaschen, Ketten, Ohrringe, Armbänder oder Ringe: Alles ist möglich. Aber wie können dies auch modebewusste Männer schaffen, die ihr Outfit einzigartig machen wollen? Diese oder ähnliche Fragen hat sich auch der Gründer von Von Floerke, David Schirrmacher, gedacht, der mit seiner Idee die modische Männerwelt aufwirbelt. Wer nun denkt, dass es bei Von Floerke nur standardmäßige Accessoires für Männer gibt, der hat sich geschnitten, denn das Sortiment ist vielfältig und eröffnet neue Tore in die Modewelt. Besonders für Männer, die aufgrund ihres Berufes nicht zwischen abwechslungsreichen Outfits und Kleidungsstücken wählen können, bietet von Floerke große Vorteile. Mit klug durchdachten Accessoires, lässt sich jeder Look spezialisieren – ob klassisch elegant oder freizeittauglich. Das Unternehmen setzt nicht nur auf Service und Qualität, sondern auch auf Individualität und handgemachtes Design. Schließlich zählt oft der erste Eindruck – beim ersten Date, einem wichtigen Meeting oder einem Vorstellungsgespräch. Kleider machen bekanntlich nach wie vor Leute.

Foto: David Schirrmacher, Gründer und Geschäftsführer, Quelle: www.vonfloerke.com
Foto: David Schirrmacher, Gründer und Geschäftsführer, Quelle: www.vonfloerke.com

Ein Unternehmen – Viele Accessoires

Von Floerke überzeugt mit einer großen Auswahl an Accessoires. Die erste Kategorie des Unternehmens sind Krawatten und Fliegen. Hierbei können Männer nicht nur aus Krawatten aus Baumwolle, sondern auch aus Krawatten aus Seide wählen. Zudem gibt es Schleifen zum Selbstbinden, sogenannte Querbinder, und Fliegen, die bereits vorgebunden sind. Selbstverständlich werden alle Produkte handgemacht und entsprechen aus diesem Grund den höchsten Qualitätsmaßstäben. Ob formell oder offiziell: Für jeden nur denkbaren Anlass ist bei Von Floerke die richtige Krawatte oder Fliege zu finden. Zudem kann nicht nur nach Anlass, sondern auch nach Farbe und Muster gewählt werden. So entsteht ein prächtiges Sortiment, welches auch im Bereich der Manschettenknöpfe ebenso groß ist. Hierbei sind drei stilvolle Varianten für Umschlagmanschetten möglich: Es gibt schlichte, aber dennoch elegante Seidenknötchen, die sich für jeden Anlass eignen. Außerdem sind etwas formellere, aber auch für den Alltag gebräuchliche Knöpfe erhältlich, die einen einfarbigen Seidenkopf in den verschiedensten Farben besitzen. Zu guter Letzt bietet Von Floerke hochwertigste Manschettenknöpfe aus der Edelmetallkollekion an. Auch hier gibt es unterschiedliche Varianten. Ganz besondere Glanzstücke sind die Kombinationen aus Kalbslederband und versilbertem Edelmetall sowie die Modelle mit Permutt- und Karboneinlage. Tücher und Schals setzen das Sortiment fort. Seide und Glanz, Krawattenschals und Einstecktücher: Die pure Eleganz für jeden Anlass. Unerlässlich für ein gelungenes Outfit sind Uhren. Das Unternehmen bietet Uhren mit wasserdichten und kratzfestem Saphirlas und einem Schweizer Uhrenwerk an, mit welchen Männer nicht nur ein modisches Statement setzen, sondern höchstes Stilvermögen zeigen. Ebenso gehört ein Gürtel zu den beliebtesten Accessoires für Männer. Wie in allen anderen Kategorien setzt Von Floerke hier auf Qualität und Individualität, sodass die Gürtel nicht nur in Lederoptik, sondern auch aus Baumwollmaterial erhältich sind – und dies in allen denkbaren Farbkombinationen.

Von Floerke – Dress up your LIFE

Ganz dem Motto der letzten Kategorie entsprechend, ist es das Ziel des jungen Unternehmens, kleine Akzente an den richtigen Stellen zu setzen und somit die Individualität und Persönlichkeit zu fördern. Besondere Schuhbänder, farbige Socken oder stilvolle Ansteckblumen: All diese Accessoire sorgen für einen guten Eindruck und beweisen nicht nur echtes Stilgefühl, sondern einen guten Geschmack und modisches Bewusstsein durch und durch – im Büro oder beim Dinner.

Der Esstisch CEIDI ist eine Kombination von Massivholz und Keramik. Seine Erscheinung wertet jede Räumlichkeit im Handumdrehen auf. Er ist je nach Geschmack in verschiedenen Varianten erhältlich, die sich perfekt an die bereits vorhandene Einrichtung anpassen. Darüber hinaus ist der Esstisch CEIDI funktional und sorgt für eine entspannte Atmosphäre in der Wohnung.

Der Esstisch CEIDI – die Details

Ob der Esstisch nun dunkel oder hell sein soll, alles ist möglich, denn dafür sorgen die verschiedenen Keramikfarben, in welchen er erhältlich ist. Optional gibt es denn Esstisch mit einem einfachen oder einem zweifachen Kopfkulissenauszug. Selbstverständlich wird er in Deutschland produziert. Er lässt sich komplett nach individuellen Wünschen fertigen. Dazu werden einfach die Größe, Tischbasis, Holzart und weitere Extras ausgewählt. Anschließend wird der Esstisch CEIDI nach den persönlichen Vorgaben produziert und innerhalb 6 bis 8 Wochen geliefert sowie umgehend montiert. Der Tisch CEIDI ist ausziehbar und optional mit einem Kopfkulissenauszug aus Holz erhältlich. Auf Wunsch wird der Tisch auch mit einer kompletten Tischplatte aus Massivholz ohne Keramik angefertigt. Die Standardhöhe des Tisches liegt bei 76 cm, die Plattenstärke beträgt 28 mm. Zudem ist die Tischkante angeschrägt, was dem Esstisch ein apartes Erscheinungsbild verleiht. Die Tischbeine mit den Maßen 7,3 x 7,3 sind ebenfalls leicht angeschrägt. Aus Gewichtsgründen wird die Auszugsplatte des Tisches immer aus Holz hergestellt.

Welche Hölzer und Farben stehen zur Auswahl bereit?

Für den Sockel stehen die Materialien Asteiche, Astnussbaum, Buche, Eiche, Esche, Erle, Kirschbaum, Kernbuche und Nussbaum zur Verfügung. Der Sockel lässt sich mit einer Tischplatte aus Keramik in den Farben Zement dunkel und hell, weiße Arktis, Oxido Darknight, Anthrazit und in der gleichen Holzfarbe des Sockels kombinieren. Eine Tischplatte aus Keramik bietet zahlreiche Vorteile, denn sie kann nicht zerkratzen. Darüber hinaus können heiße Töpfe einfach auf dem Esstisch CEIDI abgestellt werden. Die Zarge des Tisches ist sehr reduziert, denn die Höhe liegt bei nur 5 cm. Dies spielt vor allem dann eine wichtige Rolle, wenn Stühle mit Armlehne unter dem Tisch platziert werden sollen und dieser nicht zu hoch sein soll. Transparente Stühle aus Polycarbonat lassen sich perfekt zu CEIDI kombinieren. Der Stuhl Mamamia eignet sich auch als preiswerte Alternative, wenn Gästestühle benötigt werden. Diese werden dann einfach an der ausgezogenen Tischkante platziert. Zudem sind diese Stühle stapelbar und bei Bedarf in jeder RAL Farbe sowie mit einem eigenen Motiv oder Aufdruck bestellbar. Sie bieten einen komfortablen Sitzplatz und werden mit dem Tisch zu einer gelungenen Kombination.

Der Designer Hans Gugelot schuf in seinem kurzen Leben Design-Klassiker, die aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Ob funktionale Möbel-Systeme, oder Elektrogeräte mit alltagstauglichem Design, für ihn sollten die praktischen Dinge schön und die schönen Dinge praktisch sein. Design gehörte für ihn zum Alltag und zum Leben dazu und von unnützem Schnickschnack hielt er nicht viel. Qualität und gesunder Menschenverstand machen seine Werke aus, die noch heute als Meilensteine der Design-Geschichte betrachtet, und teilweise sogar in Museen ausgestellt werden. Schon zu Lebzeiten erhielt Hans Gugelot zahlreiche Auszeichnungen für seine Kreationen, wie beispielsweise den Bundespreis „Gute Form“, die „Spiel Gut“-Auszeichnung und den „Rosenthal-Studio-Preis“.

Möbelsystem M 125 von Hans Gugelot. Foto: hansgugelot.com
Möbelsystem M 125 von Hans Gugelot. Foto: hansgugelot.com

Hans Gugelot – der Mensch

Der renommierte Designer Hans Gugelot wurde am 1. April 1920 auf der südostasiatischen Insel Celebes geboren, die heute zu Indonesien zählt, damals jedoch noch niederländische Kolonie war. Sein Vater war Arzt und bald nach der Geburt des Sohnes zog die Familie in die Schweiz. Hier studierte Hans Gugelot in Lausanne und Zürich Architektur und machte 1946 seinen Abschluss an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Im Jahr darauf heiratete er.

Hans Gugelot. Foto: powerhousemuseum.com
Hans Gugelot. Foto: powerhousemuseum.com

Nach seinem Studium arbeitete er zunächst mehrere Jahre lang als freier Mitarbeiter verschiedener Architektenbüros, vor allem für Max Bill. 1954 begann er, als Dozent an der 1953 von Max Bill, Otl Aicher und Inge Aicher-Scholl gegründeten Ulmer Hochschule für Gestaltung zu arbeiten. Im gleichen Jahr traf er Erwin Braun und begann, für die Firma Braun Elektrogeräte als Designer zu arbeiten. In den folgenden Jahren arbeitete er außerdem als Designer für weitere Elektrogeräte- und Möbel-Hersteller, wie beispielsweise Pfaff, Kodak und Bofinger. Zwischen 1959 und 1962 war er als Berater zur Entwicklung der Hamburger U-Bahn tätig.

Im Alter von nur 45 Jahren starb Hans Gugelot 1965 sehr plötzlich an einem Herzinfarkt.

Das Institut für Produktentwicklung und Design in Neu-Ulm, an dem er als Leiter tätig war, wurde nach seinem Tod in „Gugelot-Design“ umbenannt, seine Ansätze des rationalen Design wurden hier bis zur Schließung 1974 weiter gelehrt.

Hans Gugelot – sein Werk

Für Hans Gugelot war Design eine kulturelle Notwendigkeit, ein Teil des alltäglichen Lebens. Seine Werke sind längst Klassiker geworden, noch heute sind die Geräte und Möbel mit dem reduzierten Design und der gedämpften Farbpalette Vorbild und Inspiration für moderne Designer. Er lehnte jedes überflüssige Dekor ab und achtete stets auf eine klare, zweckmäßige Formgebung. Sein Stil gilt als Weiterentwicklung des Bauhauses der 1920er Jahre und vereint klare Formen mit alltagstauglicher Zweckmäßigkeit.

1950 gründete er sein eigenes Unternehmen und arbeitete am Möbel-Systems „M 125“. Dieses System besteht aus vorgefertigten Elementen, die individuell und immer wieder neu zusammengesetzt werden können.

Für das Unternehmen Braun Elektrogeräte entwarf er Geräte mit klaren, zeitlosen Formen. Von „Face Lifting“ hielt er nicht viel. Sein Leitspruch war stets „form follows function“. Klassiker wie der Elektrorasierer „Sixtant“ von 1962 oder die Radio-Plattenspieler-Kombination Phonosuper SK 4, die bis heute als Meilenstein des Design angesehen wird, strahlen diese Maxime aus.

Braun Sixtant 1, 1961. Foto: hansgugelot.com
Braun Sixtant 1, 1961. Foto: hansgugelot.com

Einige seiner Klassiker wurden Jahrzehnte lang unverändert produziert, die als Gugelot-Bett bekannte Bettkonstruktion „GB 1085“ von 1954 wird sogar noch heute produziert.

Inspirationen für Designer jeder Epoche

Die Gugelot-Klassiker sind seit den 1950er Jahren Inspirationsquelle für Designer jedes folgenden Jahrzehnts geworden. Die 1963 entwickelte Dynamo-Taschenlampe, das 1954 entworfene Spielmöbel-System für Kinderzimmer, die 1962 konstruierten Doppeltriebwagen der Hamburger Hochbahn, diese und weitere Möbel und Elektrogeräte bieten modernen Designern Ideen für Weiterentwicklungen und eigene Kreationen. Dies dürfte ganz im Sinne des viel zu früh verstorbenen Hans Gugelot sein. Er selbst entwickelte sich und sein Werk stets weiter, fand immer neue Ideen und Lösungsansätze und entwarf praktische Dinge, die ihrer Funktionalität in Sachen Design in nichts nachstanden.

Kodak Diaprojektor "Carousel", 1963. Foto: hansgugelot.com
Kodak Diaprojektor „Carousel“, 1963. Foto: hansgugelot.com

Seine Werke können im Rahmen einer Ausstellung im Showroom des Markanto Depots in Köln samstags vom 05. September 2015 bis 30. November 2015 besichtigt werden.

Die Idee ist so einfach wie genial – die Thinbox – und man fragt sich, warum da nicht schon früher jemand drauf gekommen ist. Einen kleinen Stauraum, wie man ihn in jedem Zuhause findet, in welchem die kleinen Dinge des Alltags wie Schlüssel, Sonnenbrillen, Portemonnaie oder das Handy immer griffbereit untergebracht sind, zu erschaffen, welcher aber nicht nur ein Kasten, sondern gleichzeitig eine schöne, individuelle Wandgestaltung ist.

Die Idee

Die Idee ist, zwei nützliche Dinge für den Alltag, in den eigenen vier Wänden zu verbinden. Kleine Kästen an der Wand kann nämlich jeder gut gebrauchen. Vor allem im Eingangsbereich sind diese nichts ungewöhnliches, sondern wegen ihrer praktischen Vorteile eigentlich schon lange Usus – Schlüsselkästen zum Beispiel. Das ist die Thinbox auch – ein kleiner bis mittelgroßer Kasten, der nicht sehr tief ist, aber Stauraum für die kleinen Dinge des Alltags bietet, damit die Sachen auch immer da sind, wo sie sein sollten. Die Thinbox geht aber noch einen Schritt weiter. Sie nutzt die sonst offene oder nur durch langweilige Türchen verschlossene Vorderfront direkt einfach noch zur individuellen Wandgestaltung – nämlich als Bilderrahmen. Dieser sieht dank der geringen Tiefe der Thinbox auch aus, wie ein Bilderrahmen – und nicht bloß wie ein Kasten an der Wand.

Foto: thinbox.ch
Foto: thinbox.ch

Mehr als nur ein Bilderrahmen

Befestigt wird die Thinbox selbstverständlich wie jedes andere Hängemöbel auch mittels zwei Schrauben. Der Massivholzrahmen ist geölt und entweder in den Nuancen naturholz oder als schwarz erhältlich – je nachdem, was besser zum Rest der Einrichtung passt. Die gerahmte Vorderfront wird natürlich individuell nach Wunsch und Vorstellungen des Kunden bedruckt – ein vielsagendes Foto aus dem Urlaub, ein Portrait des geliebten Menschen oder gleich der ganzen Familie, ein Bild aus der Kunst, welches besonders gefällt oder etwas selbst designtes schmückt somit den Platz, wo sonst nur ein Kästchen hängen würde. Der ganz besondere Clou allerdings ist, dass die Tür der Vorderfront gleichzeitig ein Magnetbord ist. Man kann also noch Bilder oder vielleicht Postkarten nach Beleieben darauf heften und austauschen. Zudem ist die Oberfläche abwaschbar und somit geeignet, mit einem entsprechenden Stift Nachrichten darauf zu hinterlassen – ob Einkaufsliste oder Liebesbotschaft.

Die Thinbox ist in drei Größen erhältich. Fotos: thinbox.ch
Die Thinbox ist in drei Größen erhältich. Fotos: thinbox.ch

Über Roger Riedo

Der Entwickler der Thinbox – Roger Riedo – nutzt seine freie Zeit neben dem Beruf als Produktentwickler bei einem Schweizer Möbelhersteller, um seine Idee der Thinbox weiterzuentwickeln beziehungsweise die Thinbox im eigenen Atelier zu bauen. Als Schreiner weiß er natürlich, worauf es ankommt – ein qualitativ hochwertiges Möbel herzustellen und gleichzeitig den freien Raum zu nutzen für grafische Bilder und ästhetische Vorlieben. Deshalb stellen auch seine Zulieferbetriebe in Handarbeit her und kommen aus dem lokalen Umfeld. Denn ein gutes Möbel muss alles haben – Praxistauglichkeit, Qualität, Ästhetik und Finesse – denn nur so macht Wohnen wirklich Freude.

Die etwas andere Veranstaltung: Der Green Showroom in Verbindung mit der Partnermesse Ethical Fashion Show im Postbahnhof ist Europas größte Plattform für grüne Mode während der Berlin Fashion Week. Das Rahmenprogramm bietet Diskussionen, Fachvorträge und Pressegespräche zum Thema Nachhaltigkeit, auf dem Laufsteg des Green Showroom präsentieren dann rund 40 Designer nachhaltig produzierte und ökologische High Fashion und passende Accessoires.

Nachhaltigkeit ist eine zukunftsweisende Perspektive – auch im Luxussegment. Das zeigt auch die große Anzahl hochrangiger Gäste aus Mode, Wirtschaft, Politik, Film und Fernsehen, die sich über die neuesten Green-Fashion-Kollektionen informieren. Diese haben nämlich schon lange nichts mehr mit einem langweiligen „Öko-Look“ gemein – im Gegenteil: Die kreativen Designer der Labels, darunter Alma&Lovis, Cocccon, Deepmello, Farrah Floyd, Inti Ferreira, Lillika Eden, Perfect Lullaby, Pira, Sey Organic Jeans und Skrabak überraschen mit kreativen, modernen und ungewöhnlichen Looks. Auch Prominente sind unter die Eco-Designer gegangen: Milka Loff Fernandes stellte ihre Kollektion Cabo by Milka vor, Marion Kracht designte Marion Kracht for Lana.

Bei der Fashion wird selbstverständlich auf nachhaltige Materialien gesetzt, die unter fairen Arbeitsbedingungen entstanden sind. Die Models tragen zwar auch locker-lässige Outfits in gedeckten Farben wie einen cremefarbenen Wollpullover zur simplen schwarzen Hose oder ein Wohlfühl-Outfit in Erdtönen, kombiniert mit XXL-Tuch und Mütze, zeigen jedoch auch, dass Eco-Fashion auch ausgehfeine Kleider in sexy Schnitten, elegante Casual Looks und stylische Businessoutfits umfasst.

Ein weißes, kurzes Hemdkleid, darüber ein cremefarbener Mantel zu Slingpumps oder ein dunkler kurzer Rock zu rockiger Jacke im Leder-Look: Beim Anblick dieser modernen, ungewöhnlichen und tragbaren High-Fashion-Outfits werden viele ihre Einstellung zu grüner Mode sicherlich überdenken!

Text: fashionpress.de
Fotos: mercedes-benz-fashionnewsroom

Die PREMIUM hat sich genauso positiv entwickelt wie Berlin als Modestadt und gehört auch heute als Plattform für internationale Kontakte in den festen Terminkalender. Die Attraktivität macht einerseits der Mix aus vielen europäischen Labeln aus, die bevorzugt aus Italien, Dänemark und Frankreich kommen, andererseits auch der stetig zunehmende Besucherandrang aus vielen Teilen Europas. Die Atmosphäre der „Station“, der Buzz, der dort herrscht, wirken sehr inspirierend und zeigen die neuesten Trends, mit denen die Herren- und Damenmode für Herbst-Winter 2015 zu rechnen hat.

Bei unserem Messerundgang sind uns einige Marken aufgefallen, wobei uns durchaus bewusst ist, dass dies nur ein kleiner Teil der vielfältigen Szene ist, die man auch noch berücksichtigen könnte.

armedangels: Neu bei dem sehr trendigen Öko-Label sind Damenjeans, die in vier verschiedenen Schnitten und in drei unterschiedlichen Waschungen angeboten werden. Friederike Könemann berichtet auch über die richtungsweisenden Herstellverfahren und -bedingungen, die hohe Standards sowohl im sozialen Bereich als auch in der Umweltfreundlichkeit setzen. „Wir haben in diese neue Denimkollektion ca. zwei Jahre Entwicklungszeit investiert und sind besonders stolz darauf, dass sie nach GOTS zertifiziert sind. Auch der Preis ab 89,90 € ist eine überragende Leistung unserer Marke.“

PREMIUM Berlin Herbst-Winter 2015, armedangels, Foto: fashionpress.de
PREMIUM Berlin Herbst-Winter 2015, armedangels, Foto: fashionpress.de

Die Damenkollektion von armedangels setzt vor allem auf warme Erdtöne, die mit kühlen städtischen „City Colors“ kombiniert werden. Das Designteam hat die Sehnsucht der Städter zur Natur zum beherrschenden Thema gemacht.

gwynedds: Jörg Mönkemöller, Inhaber und Designer des Labels, hat für seine Kollektion auf lässige Einzelteile gesetzt, so z. B. auf Strickjacken mit Mohair, ohne Ärmel, Blusen in Karostoffen mit Materialmix wie z. B. Fake Leather Kragen. Schicke Jäckchen in Grautönen aus Webstoff bilden die Basis für eine Business Mode, die jung und leger wirkt. Der Jumpsuit ist immer noch ein wichtiges Thema. Parkas mit Echtpelzkragen zum Abnehmen oder mit einem Innenfutter aus Plüsch in Camouflage-Optik sorgen für kuschelige Wärme an kühlen Tagen.

PREMIUM Berlin Herbst-Winter 2015, gwynedds, Foto: fashionpress.de
PREMIUM Berlin Herbst-Winter 2015, gwynedds, Foto: fashionpress.de

Marlino: Die Marke, die Echtfelljacken zum Wenden anbietet, kommt ursprünglich aus der Herrenmode. In der neuen Kollektion gibt es neben den Lederfelljacken, die man beidseitig tragen kann, auch Kombinationen aus Walkmaterial und Fell. Frosted Wool und Marmorierungseffekte sind zusätzliche Highlights in der Jackenkollektion. Dirk Nienaber, Manager von Marlino, legt besonderen Wert darauf „dass alle unsere Felle aus der Food-Produktion stammen.“

PREMIUM Berlin Herbst-Winter 2015, Marlino, Foto: fashionpress.de
PREMIUM Berlin Herbst-Winter 2015, Marlino, Foto: fashionpress.de

Burin: Das dänische Schuh- und Taschenlabel  setzt auf warme Töne für die neue Kollektion und hat im Taschenbereich Flecht-, Strick- und Häkeloptiken gekonnt als Designelement genutzt. Camilla Moesgaard, Mitinhaberin und Designerin des Labels, versucht den Einzelteilen immer „einen Used Look zu geben, weil dies so wirkt, als ob das Teil bereits fester Bestandteil der Garderobe ist und mit dem Träger eins wird.“

PREMIUM Berlin Herbst-Winter 2015, Burin, Foto: fashionpress.de
PREMIUM Berlin Herbst-Winter 2015, Burin, Foto: fashionpress.de

Maerz: Bei der Traditionsmarke im Strickbereich ist nach wie vor im Fokus, Top-Qualität anzubieten, dabei ist man auf das Material Merino spezialisiert. Der überwiegende Teil der Produktion wird in einem eigenen Werk in Ungarn gefertigt. Besonders hervorgehoben hat Frau Cornelia Kirchhelle die sog. „Hybridware, bei der ein bestimmter Nylonanteil zur Witterungsanpassung und für optimalen Trage- und Pflegekomfort hinzugefügt wird.“

M.O.D.: Das Jeanslabel gehört in der Zwischenzeit zu den „Top 5 der Jeans mit Waschungen und ist auch Vorreiter, was die sog. Jogg-Jeans angeht“, so Frank Schäfer, Production Manager. Jogg-Jeans basieren auf Trikotstoffen, die auf Jeansoptik getrimmt werden und auch klassische Jeansschnitte haben. Sie bieten einen höheren Tragekomfort als normale Jeans und werden von Saison zu Saison beliebter. Neu sind Bündchen an den Hosen, damit sie sich besser zu den in der Schuhmode überaus beliebten Stiefeln oder Bikerboots tragen lassen.

AIRFIELD: Die Marke kann nicht nur eine überaus attraktive Kollektion aufweisen, sondern durch die Kooperation mit Sharon Stone, die als Model für ihre neueste Kampagne posiert, punkten. Die Aufmerksamkeit vor allem auch des US-amerikanischen Marktes dürfte ihnen damit auch sicher sein. Sophia Bitter, Pressechefin, berichtet begeistert über das tolle Shooting.

Text: fashionpress.de

Nach langem Überlegen hat sich Pantone entschieden, welche Farbe des Fashion Color Reports für F-S 2015 nach Radiant Orchid die „Color of the Year“ wird: Die Wahl fiel auf Marsala! Dabei ist der Rotton nur eine von zehn Farben, die im Frühling getragen werden: Mit dabei sind außerdem Aquamarine, Scuba Blue, Lucite Green, Classic Blue sowie die Pudertöne Toasted Almond, Strawberry Ice, Tangerine, Custard und Glacier Gray. fashionpress erklärt, für wen sich welche Farben eignet und wie man die Töne am besten kombiniert.

Marsala01

Pretty Pastels

Die luftigen Pastellfarben werden im Sommer ein wichtiger Trend, zum Beispiel in Form von „Pastel Jeans“. Dabei stehen die Zuckerwatte-Farben dunkler Haut besonders gut, schmeicheln aber genauso Hellhäutigen. Sommerlich zart sehen diese Töne zu Weiß auf, sind jedoch auch mit dunklen, kräftigen Tönen kombiniert voll im Trend. Im Internet erscheinen kurz nach Veröffentlichung des Trendreports zahlreiche ausgefallene Outfitideen und Inspirationen von Online-Journalisten, Bloggern und Pantone-Fans – hier finden sich überwältigend viele Tipps und Anstöße für neue Looks und kreative Kombinationen.

Cool bleiben: Die kühlen Töne

Luftig-leicht wird es im Frühjahr beispielsweise mit dem kühlen Aquamarine, das sich gut mit den anderen Blau- und Grüntönen aus der Top 10 mischen lässt, aber auch wunderbar zu Marsala passt. Das ozeanblaue, kräftigere Scuba Blue ist dafür noch etwas verspielter und sorgt bereits jetzt für Strandfeeling. Diese Farbe darf im Sommerurlaub auf keinen Fall fehlen! Besonders gut lässt es sich mit etwas zurückhaltenden Farben kombinieren, die ihm nicht die Show stehlen – zum Beispiel mit dem milden Lucite Green oder dem ruhigen Classic Blue. Letzteres ist ein echtes Allround-Talent und passt auch zu den meisten warmen Tönen des Color Reports. Dunkle (Classic) Blue Jeans mit einem hübschen, zarten Pastell-Top – damit macht man nichts falsch. Das zeitlose Glacier Gray ist dafür ein unaufdringliches, elegantes Grau, das gerade mit den warmen Tönen wie Strawberry Ice oder Tangerine hübsch aussieht.

AquamarineScuba-BlueLucite-GreenClassic-BlueGlacier-Grey

Zum Anbeißen: Die warmen Töne

Neben den bislang eher kühl gehaltenen Farben sorgt der Neutralton mit dem wohlklingenden Namen Toasted Almond für das richtige Ausmaß an Ausgewogenheit und Wärme. Gut dazu passen das mädchenhafte Strawberry Ice oder das fruchtige Tangerine – und alle drei gemeinsam ergeben einen raffinierten Look mit Retro-Note. Tangerine strahlt zwar auch allein sommerlich-fröhlich, peppt aber genauso jeden Look auf, als Accessoires wie in einem Muster, beispielsweise in Verbindung mit Toasted Almond und Classic Blue. Kombiniert werden kann es ansonsten mit Hellblau, Beige, Weiß oder kontrastreichem Grün. Als Gelbton versprüht das helle Custard in der kommenden Saison fröhliche Wärme und findet gemixt mit Classic Blue auch maritime Anklänge. Marsala, das sich mit seinem satten, erdigen Rot, das Gemütlichkeit und Zufriedenheit ausstrahlt, als Farbe des Jahres durchsetzen konnte, präsentiert sich als eleganter, stilvoller Ton, der beispielsweise mit Glacier Grey wunderbar harmoniert.

Toasted-AlmondStrawberry-IceTangerineCustardMarsala01

Die Top Ten for Men

Trendsettern hat Pantone eine eigene Farbpalette zusammengestellt, die von natürlichen Tönen und dunkleren Grundfarben dominiert wird. Dusk Blue ist ein elegantes, himmelfarbenes Blau, das sich mit dem neutralen Glacier Gray oder dem natürlich-harmonischen Treetop kombinieren lässt. Classic Blue kommt wahrscheinlich nie aus der Mode – der beliebte, kraftvolle Blauton passt einfach zu (fast) allem, zum Beispiel zum neutralen Toasted Almond oder dem satten Marsala. Das gelbgrüne Woodbine harmoniert mit dem erdigen Sandstone. Der elegante Grauton Titanium ist dafür stark und maskulin – damit liegt Mann modemäßig nie falsch. Wer farblich etwas experimentierfreudiger ist, bedient sich an der Pantone-Farbpalette nach Herzenslust und stellt sich zum Beispiel ein Outfit aus Woodbine, Titanium und Lavender Herb zusammen.

Dusk-BlueGlacier-GreyTreetopClassic-BlueToasted-AlmondMarsala01WoodbineSandstoneTitaniumLavender-Herb

Über Pantone und den neuen Color Report

Pantone, eine Tochtergesellschaft von X-Rite, dem globalen Branchenführer in der Farbwissenschaft und -technologie, ist seit fast 50 Jahren der weltweit führende Farbexperte. Zwei Mal pro Jahr sorgt das Unternehmen mit seinem Color Report für Aufsehen. „En plein air“ – also „im Freien“, „an der frischen Luft“ lautet das Motto des diesjährigen Berichts zu den Frühlingstönen. Die Farbtrends sind dabei alles andere als aus der Luft gegriffen: Monatelang sind die Pantone-Trendscouts auf Vernissagen unterwegs, besuchen Filmpremieren und Clubs, beraten sich mit den Designern der Fashion Week, lesen Magazine, Blogs und Nachrichten, untersuchen Sozialstudien und wirtschaftliche Entwicklungen. Auf dieser Grundlage bestimmen sie die Farben, die den Zeitgeist am besten widerspiegeln. Besonders wurde dieses Mal der Wunsch nach Entschleunigung erkannt, das Bedürfnis nach Ruhe im hektischen Alltag, in dem man jederzeit über Smartphone und andere technische Geräte erreichbar und verfügbar sein muss. „Dieser aufkeimende Minimalismus spiegelt sich in der Farbwahl vieler Designer wieder“, so Leatrice Eiseman, Executive Director bei Pantone. „Auch hier suchten viele nach einem „Frische Luft“-Ansatz, der sich in Farben ausdrückt, die unverfälscht der Natur entspringen und nicht maschinell neu aufgelegt oder verfremdet wurden. So bilden in der kommenden Frühjahrssaison gedeckte, kühlere Töne im Mix mit subtilen warmen Farben einen beruhigenden Gegenpol zu der flimmernden Hektik des Alltags.“

Text: fashionpress.de

David-Weill Schreibtisch, ca. 1918–19 von Émile-Jacques Ruhlmann (1879–1933), Foto: metmuseum.org

Während im Jugendstil schlanke, blumige Ornamente Eleganz in die Malerei, Architektur und das Möbeldesign der Jahrhundertwende brachten, zeichnet sich die Epoche des Art déco durch klare und schlichte Formensprache aus.

Entstanden ist diese neue Klarheit in Wien, wo Koloman Moser und Josef Hoffmann (Mitglieder der Secession, also des österreichischen Jugendstils) bereits 1903 die Wiener Werkstätten gründeten. Mit ihrem klaren Design lösen sie nach dem Ersten Weltkrieg den Jugendstil ab. Der Name „Art déco“ stammt von der Pariser Kunstgewerbeausstellung 1925 („Exposition internationale des Arts décoratifs et industriels modernes“), wo es um das Design von Gebrauchsgegenständen ging, wie zum Beispiel mondäne Autos oder elegante Damenmode. Etabliert wurde die Ausstellung von einer Initiative französischer Künstler, die 1901 die „Société des artistes décorateurs“ gegründet hatten. In Paris entwickelte sich der Art déco Stil zu seiner Hochphase mit Einflüssen von Futurismus und Funktionalismus, den Farben von Matisse sowie den kubistischen Formen Barockes und Picassos.

Art déco beeinflusste die Gestaltung von Gebrauchsgegenständen mit eleganten, klaren Linien und häufig mit geometrischen Dekoren. Man legte großen Wert auf das Kunsthandwerk, auf erstklassige Verarbeitung und raffinierte Materialien. Neue Werkstoffe wie Bakelit und Stahl kommen in der Bewegung des Art déco erstmals in großen Produktionen zum Einsatz.

„Young Lady with Gloves“ von Tamara de Lempicka, 1930

Hochwertige Qualität & plakative Sinnlichkeit

Ein sofort erkennbares, allen Art déco-Gegenständen gemeinsames Stil-merkmal gibt es nicht – vielmehr handelt es sich um eine künstlerische Symbiose von Form, Material, Farben und Sinnlichkeit. Die meisten Objekte haben eine geometrische Struktur, gemischt mit anderen, zum Beispiel floralen Elementen. Die aus dem Jugendstil bekannten floralen und organischen Ornamente werden nun ohne Schatten und weniger natürlich dargestellt und sind daher plakativer.

In der Möbelkunst steht Art déco für besondere, ungewöhnliche und teure Materialien. Hier zählen Émile-Jacques Ruhlmann, Eileen Gray und Pierre Wegrain zu den Vorreitern des Möbeldesigns, Tamara de Lempicka war eine der bekanntesten Malerinnen dieser Ära. Die Teppichkunst wurde von Sonia Delaunay beeinflusst. Jean Puiforcat und Jean Fouquet prägten die Silberschmiedekunst, während Lalique und Maurice Marinot einen bedeutenden Einfluss auf die Glaskunst ausübten.

Berühmte Art-déco-Viertel und der Einfluss auf die Moderne

Die französische Stadt Reims wurde nach dem Ersten Weltkrieg komplett im Art déco Stil wieder aufgebaut, genauso wie Napier in Neuseeland nach einem Erdbeben im Jahre 1931. Ein bis heute sehr beliebtes Art déco Viertel ist das von Miami Beach mit seinen pastellfarbenen Hotels. Auch die Brüsseler Architektur wurde nach einer beeindruckenden Jugendstil-Ära ab den 20er Jahren sehr vom Art déco geprägt. Weniger bekannt ist Bandung, die Hauptstadt West-Javas, wo sich bis heute Neubauten am Art déco Stil der alten Gebäude orientieren.

Auch in der heutigen Möbelindustrie finden sich immer wieder Verweise auf das Art déco und die Zeit der Goldenen Zwanziger. Der Retro-Trend ist sehr angesagt. Doch junge Leute investieren weniger in Marmorböden und antike Palisanderschränke – hier sind kleine Details und Accessoires im Art Déco Stil gefragt: Einrichtungsgegenstände in Beige, Smaragdgrün und Tiefblau oder Pastellfarben, oft mit einem Hauch Gold. Auch Lampenschirme oder Teppiche sind heute wieder im Retro-Stil erhältlich.

Quelle: livingpress.de