Ikat


Wenn bei einer Webtechnik Garne vor der Weiterverarbeitung teilweise eingefärbt werden, spricht man von Ikat. Die reichliche Vielfalt an Farben und Mustern zeigt außerdem, dass bei der Färbung bestimmte Abschnitte auch durchaus ungefärbt bleiben können. Je nachdem, welche der Kett- und Schussfäden man einfärbt, entstehen entweder gewöhnliche Streifen oder – je nach unterschiedlicher Färbung der Abschnitte – geometrische Muster oder extravagante Strukturen.

Doch bevor die Garne ihre gewünschte Farbe bekommen, werden sie über eine sogenannte Färbetrommel gewickelt um dann entweder mit einem Pinsel oder ähnlichem Werkzeug bemalt. Da bei der Färbung keine gerade Linienführung möglich ist – sondern die Farben von Faden zu Faden entweder nach vorn oder zurückspringen – entsteht so der typische Effekt der Ikat-Form. Um geometrische Muster in beispielsweise einer Treppenform zu erhalten, werden die Fäden in Kombination mit mehreren Trommeln vermischt. Auf Mallorca ist diese Technik auch heute noch sehr beliebt.

In den fernöstlichen Ländern wie Japan werden Ikat-Stoffe heutzutage hauptsächlich als Kleidungsstücke für hochwertige Kimonos benutzt.

Text: fashionpress.de // Bild: wacomka / shutterstock.com

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