Schlagwort

Berlin

gefunden

Resümee zur Berliner Fashion Week

Inspiration, Mut, Neues, Wagnis, Risiko… Das suchte man in der Berliner Fashion Week vergeblich. Ich empfand sie schon letztes Jahr als lahm. Und dieses Mal wurde es nicht besser.

Woran liegt das? Sicherlich nicht an der immensen Kreativität der Designer in Deutschland, sondern eher an dem enormen Druck der Wirtschaftlichkeit der Kollektionen, gepaart mit Interessen der Investoren und Branchenvertreter und fehlender Marketingbegabung der Organisatoren und Veranstalter.

Foto: Premium F/S 2016, premiumexhibitions.com
Foto: Premium F/S 2016, premiumexhibitions.com

Ich plädiere auf kompromissloses Design, den man angemessen unterstützen und vermarkten sollte. Dieses momentane Bedürfnis nach Sicherheit, das uns in der Kreativität enorm beschränkt garantiert sicherlich nur den Untergang. Dies wird auch kräftig vom Branchenvertreter „Fashion Council Germany“ unterstützt. Ich frage mich, was habt Ihr getan um das ganze nachhaltig zu erhalten?! Bis jetzt nur viel „Bla Bla“ mit einer großer Portion „nichts dahinter.“

„Wir müssen den Nachwuchs fördern“ hört man immer nur. Ja was bedeutet das denn konkret? Und was ist mit den anderen 80% Kreativen, die nicht zum Nachwuchs gehören???

Mein Vorschlag: wechselt jedes Jahr den Vorstand des „Fashion Council Germany“ aus und setzt bitte nicht nur Menschen mit hochrangigen Namen ein. Es kann nicht sein, dass auf dieser Plattform nur Designer Aufmerksamkeit kriegen, die eine bestimmte Richtung verfolgen. Es wirkt doch jetzt schon alles nur noch monoton und langweilig, ja geradezu uniformiert!!!

Und das ganze System scheint zubetoniert zu sein, da es sich jetzt trotz des offensichtlich mangelnder allgemeiner/internationaler Interesses gar nichts ändert.

Es ist Zeit für WAHRE Veränderungen!

DURCHBRECHEN und KAPUTTMACHEN das Ganze und die Fashion Week-Landschaft für die öffnen, die was wagen und ihrem Herzen folgen.

Wo sind all die verrückten Egozentriker, Rebellen, Systemkritiker? Ich vermisse Euch.

Christiane Arp, Chefredakteurin der VOGUE sagte im Rahmen des VOGUE Salons: „Die Berlin Fashion Week ist unser Aushängeschild für den Zustand der Modebranche in Deutschland.“ Das kann ich nur als Floskel betrachten und mit viel Ironie darüber lachen.

Meine persönlichen Highlights

Trotz dem die Fashion Week für mich kein rundum gelungenes Event war, habe ich dennoch einiges aus Berlin mitgenommen:

1. Gutes Essen im White Trash Fast Food. Ich verspreche, beim nächsten Mal auch ein Bild zu machen. Diese Mal war der Hunger schneller. 😉

2. Ein Fahrrad gemietet um flott damit in Berlin unterwegs zu sein. Sehr empfehlenswert!!

Bei der Siegessäule auf meinem totschicken, aber funktionalen Fahrrad! ;)
Bei der Siegessäule auf meinem totschicken, aber funktionalen Fahrrad! 😉

3. Interessanter 3D-Schmuck von Vojd Studios

Links: Halskette "Chevron Giant Torque", rechts: Ring "Silver Spinal Ring", Fotos: https://vojdstudios.com
Links: Halskette „Chevron Giant Torque“, rechts: Ring „Silver Spinal Ring“, Fotos: https://vojdstudios.com

5. Der liebevoll eingerichtet Shop voller Sachen im Ethno-Stil von RIANNA + NINA in der Steinstr. 4.

Boutique RIANNA + NINA, Foto: riannaandnina.com
Boutique RIANNA + NINA, Foto: riannaandnina.com

6. Wieder neue schöne Concept-Stores bei Bikini Berlin entdeckt. Wenn Ihr in Berlin mal seid, unbedingt mal vorbeischauen!

Bikini Berlin Concept Shopping Mall, Foto: bikiniberlin.de
Bikini Berlin Concept Shopping Mall, Foto: bikiniberlin.de

Und wie immer viele neue, nette Leute kennengelernt. Alleine das ist ein Grund immer wieder doch noch nach Berlin zurück zu kehren.

Foto: Landa Reimer
Foto: Landa Reimer

 

Zwei Tage haben wir verschieden Fachmessen im Rahmen der Fashion Week Berlin besucht und mussten dabei feststellen: die Kreativität fällt zu Lasten des Mainstreams nach hinten, und das ist ganz schön traurig. Dieser Gedanke beschlich uns vor allem immer wieder auf der BREAD & BUTTER oder auch auf der Panorama. Kaum Innovationen oder neues Design – oder zumindest mal wieder ein etwas anderer Schnitt.

Die großen Marken ruhen sich darauf aus, was sie am besten können bzw. was sie am besten verkaufen können. Keine Frage: alles war tragbar und wird den regulären Konsumenten wieder erfreuen. Aber geht es einem wahren Modeliebhaber tatsächlich darum, was alle tragen?

Bread&BUtter

Aber gut, fangen wir zunächst mit der BREAD & BUTTER an.

Das Motto „Carnaval do Brasil“ klang auf dem ersten Blick vielversprechend. Aber ehrlich gesagt, haben wir persönlich davon gar nicht viel mitbekommen. Die Decken im Eingangsbereich eher lieblos in den Farben der brasilianischen Nationalflagge angestrahlt, war hier vom berühmten südamerikanischen Feeling nicht viel zu merken. Gerade zum nassen Wetter wäre das ein toller und vor allem einladender Kontrast gewesen. Brasilien hat man auch nur im Außenbereich des Geländes Tempelhof gemerkt. Allerdings war ich bei dem Anblick des Luna Parks im Favela Look etwas irritiert. Ist es politisch korrekt, mit einem Look zu werben, bei dem man weiß, dass die Menschen, die tatsächlich so leben, sich selten bis gar nicht Brands der BREAD & BUTTER leisten können?

Bread&Butter-04

Aber gut, kommen wir zu einem der wenigen Highlights, die uns angesprochen haben: Lemon Jelly aus Portugal, deren Schuhe in pink oder gelb uns geradezu angesprungen haben. Sie sehen einfach nach all dem aus, was uns Spaß macht und bestechen nebenbei auch durch ihre hohe Qualität.

Sie spiegeln einfach das pure Leben wieder.

(c) Lemon Jelly, Bread & Butter Berlin, Juli 2014, Photo: Daniela Hinz
(c) Lemon Jelly, BREAD & BUTTER Berlin, Juli 2014, Photo: Daniela Hinz

Zudem legen Lemon Jelly Wert darauf, dass diese Schuhe nicht nur in Portugal designt werden, sondern eben auch dort entwickelt und produziert werden.

Leider waren solche Ausnahmen selten zu finden, aber bei über 500 Ausstellern muss man ja auch erstmal den Überblick bewahren. Interessanter war dann schon eher die Ankündigung, die gleich am ersten Messetag erfolgte: im Januar 2015 wird die BREAD & BUTTER endlich wieder in der katalanischen Hauptstadt Barcelona stattfinden. Im Sommer 2015 findet die Modefachmesse wie gewohnt im Rahmen der Fashion Week Berlin wieder auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof statt, gefolgt von einem absoluten Highlight im kommenden Jahr: BREAD & BUTTER kommt nach Asien. Nach Barcelona und Berlin wird im September nun auch in Seoul der Modemarkt – hoffentlich – neues erleben. Gerade die asiatischen Designer haben keine Angst vor neue, wirklich kreativen Schnitten und Formen. Fehlt damit also nur noch der amerikanische und afrikanische Kontinent. Mal schauen, ob in dieser Richtung auch noch mal was passiert.

Ein paar Impressionen der BREAD & BUTTER (Photos: Daniela Hinz):

Weiter zum PANORAMA Review

Auf der PANORAMA ging es ähnlich wie auf der BREAD & BUTTER zu. Auch hier haben wir Kreativität und Neues eher vergeblich gesucht.

Wen wir aber gern vorstellen möchte, ist die australische Schuhfirma Rollie, hinter der Schuhdesigner Jean Vincent Lebon und seine Frau stecken. Seine Leidenschaft für Schuhe, das Interesse an Trends sowie die innovative Design-Kompetenz brachten ihn dazu ein völliges neues Design-Konzept für Schuhe zu erstellen. Es geht dabei um Spaß, viele Farben und das Bedürfnis, diese Schuhe nie wieder auszuziehen. Dank hochwertiger Materialien und einem durchdachten Design werden Schuhe mit einer klassischen Silhouette auf ein höheres Level angehoben. Und das schöne dabei: es ist tatsächlich für jeden was dabei. Wir hoffen, sie waren nicht das letzte Mal auf der Fashion Week Berlin.

Nicht nur was für große Füße. Photo: Daniela Hinz
Nicht nur was für große Füße: Entzückende Kinderschuhe von Rollie. Photo: Daniela Hinz

Sehr charmant fanden wir vor allem von PICARD direkt vor Ort persönliche Schlüsselanhänger anzubieten – und das kostenlos. Das haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen und haben auch welche machen lassen.

Natürlich gab es auch die allseits beliebten und qualitativ hochwertigen Taschen anzuschauen.

Picard-Panorama-06

Weitere Impressionen der PANORAMA (Photos: Daniela Hinz)

Die PREMIUM am zweiten Tag war für uns tatsächlich ein Highlight der Fashion Week Berlin. Bei über 900 Brands und 1.500 Kollektionen ist es natürlich sehr schwer mal eben alles vorzustellen, daher hier eine klitzekleine Auswahl:

UGG Australia

Wer glaubt, UGG Australia kann nur Boots aus Schaffell herstellen, der irrt sich gewaltig. Neben den bekannten Stiefeln gibt es auch tolle Kollektionen bestehend aus Sandalen, FlipFlops und Slippern – meist sogar immer mit dem bekannten Schaffell akzentuiert.

Premium-01
Genau richtig, wenn die Füße mal eine Abkühlung brauchen. Photo: Daniela Hinz
Premium-02
Wer lieber seine Füße warmhalten möchte, trifft auf eine große, bunte Auswahl. Photo: Daniela Hinz
Faliero Sarti

Diese Tücher kann man nur mit einem Wort beschreiben: himmlisch.

Zeitlose Tücher aus Kaschmir, Seide, Wolle Angora oder Leinen fühlen sich so fantastisch an, dass man aus dem Schwärmen nicht mehr herauskommt – und eigentlich so eine Tuch auch nicht mehr aus der Hand gibt. 1949 hat Faliero Sarti bereits seine Manufaktur für Stoffe in der Nähe von Florenz eröffnet und zunächst für die großen Modedesigner produziert. Anfang der 1990er übernahm die Enkelin Monica Sarti die Verantwortung für Accessoires wie Tücher, Schals und Decken und baute den Vertrieb unter dem Familiennamen auf.

Fühlen sich himmlisch an. Tücher von XXX Photo: Daniela Hinz
Fühlen sich himmlisch an. Tücher von Faliero Sarti, Photo: Daniela Hinz
Alex Monroe

Alex Monroe ist ein Schmuckdesigner aus London und schon seit über 25 Jahren im Geschäft, war nun aber zum ersten Mal mit seinen Produkten im Rahmen der Fashion Week Berlin auf der PREMIUM vertreten. Seine Schmuckstücke waren (und sind es noch) eine  Meisterleistung. Die Liebe zum Detail und die ausgefallenen  Themen-Kollektionen waren wirklich ein Highlight und verzücken uns immer noch. Dabei ist es nicht nur die filigrane Arbeit, die dahinter steckt, sondern auch die Funktionen. So wird zum Beispiel im Herbst eine Kollektion für Designer/Schneider herauskommen, die u.a. einen kleinen Scheren-Anhänger enthält, die tatsächlich funktioniert!

Premium-19
Filigran und manchmal auch funktionell: Schmuck von Alex Monroe, Photo: Daniela Hinz
CHATTY

Etwas unauffällig in einer Ecke haben wir CHATTY entdeckt. Chatty ist ein Design-Studio aus Prag und wurde 2005 von Radka Sirková und Anna Tušková gegründet. Progressive Schnitte, originelle Stoffe und die Liebe zum Detail sind die Markenzeichen dieses Labels.

Premium-12
Ausgefallen, aber doch irgendwie schlicht. Photo: Daniela Hinz
Premium-11
Schöne Muster, interessante Stoffe, ausgefallene Schnitte. Photo: Daniela Hinz

Übrigens: CHATTY waren nicht nur auf der PREMIUM präsent, sondern zeigten Ihre Kollektion auch im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin.

Decoded Fashion

Premium-16

Am Mittwoch, den 09. Juli2014, präsentierte sich auch erstmals das neue Networking-Format Decoded Fashion auf der PREMIUM, welches Professionals aus dem Bereich Mode und interessante Technologieunternehmen zusammenbringt um so neue Synergien entstehen zu lassen. Auf dem Programm standen eine Diskussion über iBeacon und dessen Möglichkeiten in Stores sowie die Vorstellung von Kisura (Online Personal-Shopping), StyleUp (Showroom & Marktplatz für Smartphones) und Stilnest (Schmuck aus dem 3D-Drucker).

Im Großen und Ganzen eine tolle Möglichkeit sich auszutauschen und Informationen aus erster Hand zu erfahren und im Umfeld der Fashion Week Berlin mehr als passend platziert. Interessant war vorallem die Vorstellung von Stilnest und deren Demonstration, was heutzutage schon mit einem 3D-Drucker möglich ist. So durften wir einen Ring (wie auf dem Bild nur in matt) uns aus der Nähe betrachten sowie eine Halskette. Die Sachen waren sauber verarbeitet und auch teils sehr detailliert ausgearbeitet, können aber in letzter Instanz nicht mit echtem Schmuck konkurrieren.

Uptown #1, Photo: Stilnest
Uptown #1, Photo: Stilnest

Bilder von der PREMIUM (Photos: Daniela Hinz)

Alles in Allem hatte die Fashion Week Berlin Höhen und Tiefen für uns, was uns aber sicherlich nicht davon abhält, diese erneut zu besuchen. Vielleicht gibt es dann mehr interessantes zu entdecken?

Nach der Fashion Week Berlin ist vor der Fashion Week Berlin.

Also, bis nächstes Jahr, Berlin!

Drei Tage Berlin – drei Tage, die sich nur um Mode – im Rahmen der Fashion Week Berlin – drehten. Das konnten nur drei tolle Tage werden.

Um allerdings eine Sinnesüberflutung an Mode zu vermeiden, war Planung das A & O. Also wurde vorher schon gecheckt, was alles so auf dem Plan stand. Am Ende standen auf dem Zettel unter anderem die Messen Bread & Butter und Herzblut sowie ausgedehnte Store Checks in den Szeneviertel in Berlin-Mitte und Prenzlauer Berg-Kollwitzkiez. Für spontane Leute mit noch mehr Zeit und die sich morgens gern fragen:

Which trade show shall it be today?

waren diese Messen noch empfehlenswert:

PREMIUM

Die Modemesse PREMIUM legt großen Wert auf Innovation und Qualität und präsentierte auf der Fashionweek Berlin an die 1.400 internationale Damen- und Herrenkollektionen (inkl. Accessoires, Schuhen, Kosmetik etc.). Daneben wurde der Fokus auf aktuelle Trends wie „Green Living“ gelegt. Übrigens: Die nächsten Termine der Premium sind auch im Terminkalender zu finden.

Quelle: PREMIUM H:W 2014:15_0364 ©Laura Deschner
Seek – Trade Show for Contemporary Brands

Innovatives Tradeshowkonzept, welches eine großartige Plattform für junge Marken und Käufer bietet. Auf knapp 1.400 Quadratmetern werden die aufregendsten und progressivsten Marken einem internationale Publikum präsentiert.

Bright Tradeshow

Zu einer festen Instanz im Bereich Streetwear, Sneaker, Fashion und Boardsport entwickelt sich die Bright Tradeshow. Dabei bildet immer und überall Skateboarding die Basis, welches mit seinen verschiedenen Einflüssen einen unverwechselbaren Charakter mit sich bringt.

Panorama

Neu etabliert sich Panorama Berlin als die relevante Modemesse umsatzstarke Damen- und Herrenkollektionen, Schuhe und Accessoires. Immer zeitgleich zur Fashionweek Berlin präsentiert die Messe im neuen ExpoCenter Airport auf 31.000 m², spannende Kollektionen internationaler Designer.

GREENshowroom

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein werden im GREENshowroom groß geschrieben, und beweist damit, dass dabei keineswegs auf modernes Design im gehobenen Lifestyle-Segment verzichtet werden muss.

14. Januar 2014

Bread & Butter: Ich bin ein Berliner.

Als international führende Leitmesse für das Segment der Street- und Urbanwear präsentierte sich die Bread&Butter zur Fashionweek Berlin nun zum 30. Mal.

Brands, Labels und Designern aus den Bereichen Denim, Sportswear, Street Fashion, Function Wear und Casual Dressed Up bietet sie zweimal jährlich eine Marketing- und Kommunikationsplattform, auf der sich die ausstellenden Marken ihrer Ausrichtung und Philosophie entsprechend kreativ und in allen ihren Facetten dem internationalen Fachpublikum präsentieren. Und es gab tatsächlich eine Menge zu sehen.

Viele Eindrucke, Inspirationen, kunstvoll gemachte Stände

Das Unternehmen Scotch and Soda hat zum Beispiel die Attrappe eines exklusiven Hotels / Clubs nachgebaut und am Stand von Pantofola D’Oro konnte „mann“ sich eine traditionelle Rasur verpassen lassen.

Quelle: BREAD & BUTTER ICH BIN EIN BERLINER WINTER 2014 | © breadandbutter.com (Julia Nitzschke)

Wie man sieht hat sich die Modeausrichtung nicht viel zum Vorjahr verändert.

Quelle: Landa Reimer
Quelle: Landa Reimer

Nichts destotrotz gab es jede Menge kreativ gekleidete Menschen, Goodiebags in Form von Turnbeutel und jede Menge Männer mit Bartwuchs zu sehen.

Quelle: BREAD & BUTTER ICH BIN EIN BERLINER WINTER 2014 | © breadandbutter.com (Franziska Taffelt)
Quelle: BREAD & BUTTER ICH BIN EIN BERLINER WINTER 2014 | © breadandbutter.com (Franziska Taffelt)

Die Herren waren allesamt nett anzusehen, aber wenn es nach mir ginge, hätte ich sie alle zum Stand von Pantofola D’Oro geschickt. (kleiner Scherz am Rande)

Hier auch noch mal eine Farbkarte der Farben, die am meisten aufgefallen sind. Im großen und ganzen eher gedeckte Farben – passend eben zum Herbst/Winter.

Hier nun eine kleine Auswahl weiterer Marken, die mir positiv aufgefallen sind. Eigentlich sind es alle, aber es waren über 500 Brands ausgegestellt, die ich unmöglich alle hier vorstellen kann.

Fever London

Wunderschöne und stylische Kleider im Vintage-Look für die Damen.

Oilily
Quelle: Oilily
Quelle: Oilily

Fantastische bunte Kinder- und Frauenmode. Schwarz-weiß-Liebhaber sind hier definitiv fehl am Platze.

Scotch & Soda
Quelle: Scotch & Soda

Scotch & Soda Amsterdam Couture steht für hochwertige Kleidung, die jedem steht.

Wir möchten, dass unsere Kunden ihre Kleidung lieben und sich darin wohlfühlen. Die Scotch & Soda Produkte verfügen über viele besondere Details, einen hohen Qualitätsstandard und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Designer von Scotch & Soda scheuen weder Kosten noch Mühen, um ihre Muster mit vielen liebevollen Details zu versehen und sogar die Innenseite eines jeden Kleidungsstücks hingebungsvoll zu verarbeiten. Jedes Produkt wird mit kleinen schmückenden Einzelteilen versehen und ist inspiriert durch eine Fülle von Einflüssen aus der ganzen Welt.

Scotch & Soda

Wie bereits erwähnt, könnte ich an dieser Stelle noch lange so weitermachen, aber es ist einfach kein Platz da. Wer leider nicht auf der Bread & Butter war, dem empfehle ich ein Blick auf deren Webseite zu werfen. Hier gibt es noch weitere tolle Impressionen und man bekommt alle Aussteller auf einem Blick zu sehen. Empfehlenswert ist auch das neue Online-Magazin BBBMAG. Hier gibt es weitere Stories, Vorstellungen und News rund um die Bread & Butter.

Übrigens: zur nächsten Bread & Butter im Juli 2014 werden die strengen Richtlinien bezüglich Eintritt gelockert. An den letzten beiden Tagen (11./12. Juli 2014) werden die Tore zum ersten Mal für alle Modeliebhaber geöffnet. Die ersten Tage sind nach wie vor dem Fachpublikum vorbehalten.

Das war der erste Tag. Zum Abschluss habe ich mir eine kleine Kräftigung gegönnt – nämlich den besten und leckersten Veggie Burger mit Süßkartoffel-Pommes in ganz Berlin. Den findet Ihr übrigens im Schiller Burger in Neukölln.

Quelle: Landa Reimer

15. Januar 2014

Heute stand die kleine aber feine Messe Herzblut auf dem Stundenplan. Die Herzblut Messe ist zwar übersichtlich, aber dennoch sehr kreativ und im bekannten historischen Saalbau Neukölln/ Cafe Rix wiederzufinden.

Im Gegenteil zu der B&B, die sehr anonym und überwiegend auf Händler ausgerichtet ist, geht es hier sehr kommunikativ und herzlich zu. Auf dieser Fachmesse präsentieren kleine und mittlere Modeunternehmen aktuelle Designs und Outfits von Vintage bis Avantgarde. Die Herzblut Messe bietet damit innerhalb der Fashionweek Berlin eine Plattform für junge und etablierte Labels, die sich als Schöpfer individueller und authentischer Mode hoher Qualität verstehen. Zudem versteht sich die Messe als Präsentations- und Kommunikationsplattform für Händler und Einkäufer sowie für Marken, die für einen Auftritt auf den anderen Modemessen zu klein sind.

Quelle: Herzblut

Auch hier stelle ich Euch gern wieder ein paar ausgesuchte Labels vor:

Frozen Hibiscus
Quelle: Landa Reimer

Frozen Hibiscus ist ein junges Label der Designerin Claudia Urbanek. Hier stehen Neuinterpretaionen der 20er bis 60er Jahre des letzten Jahrhunderts im Fokus.

Kaliber
Quelle: Kaliber Fashion

Modische Taschen und Rücksäcke der Designerin Sarah Jolitz. Die Taschen bestechen durch eine hochwertige Verarbeitung und untypischen Materialkombinationen, werden ausschließlich in Berlin angefertigt und sind manchmal auch limitert.

Anna C. Menzel
Quelle: Anna C. Menzel

Ein absolutes Highlight für mich: die wunderhübschen Kopfbedeckungen von Anna C. Menzel, eine ausgebildete Modistenmeisterin aus Berlin.

Ihr merkt schon: Vorallem die vielen jungen Labels abseits des Mainstreams hatten es mir angetan. Ein Besuch dieser Messe ist absolut empefehlenswert.

Aber auch dieser Tag neigte sich irgendwann dem Ende zu. Nichtsdestotrotz machte ich mich abends noch auf dem Weg, um einen Vortrag zum Thema „Kommunikation und Führung“ von Katharina Höhne zu zuhören.
Der Vortrag war informativ und sehr lehrreich – sowohl privat als auch beruflich gesehen. Und ganz ehrlich: die wenigen modefreien Minuten habe ich sehr genossen.

16. Januar 2014

Für heute standen die Store Checks in den Stadtteilen Berlin-Mitte und Prenzlauer Berg-Kollwitzkiez auf dem Plan. Fernab der Messen machte ich mich auf die Suche nach den etwas anderen Shops.

ACHTLAND
Quelle: ACHTLAND

ACHTLAND, benannt nach der Königin einer keltisch-irischen Mythologie, wurde 2011 von Oliver Lühr und Thomas Bentz gegründet. Sie betonen die grafische Linienführung in ihren Kollektionen und beherrschen das Spiel mit den Gegensätzen. Für selbstbewusste Frauen, die detailreich und farbenfroh mögen, ein Muss.

Ana Alcazar
Quelle: Ana Alcazar

Weiblichkeit als Statement: die Kollektionen von Ana Alcazar bestechen durch präzise Schnitte, starke Farben und exakt herausgearbeitete Details. Dabei findet man immer wieder Formen aus den großen Modeepochen.

lala Berlin
Quelle: Mercedes-Benz Fashion

Die kreative Denkerin hinter lala Berlin ist Leyla Piedayesh. Hauptstadt-Chic in unkonventionellen und dennoch elegant femininen Kollektionen. Aus internationaler Sicht steht das Label heute stellvertretend für die Metropole Berlin.

Anton Heunis
Quelle: Anton Heunis

Hochwertiger und handgemachter Schmuck aus Madrid.

ACNE STUDIOS
Quelle: Landa Reimer

Die Schweden sind bekannt für geschmackvolle und vorallem tragbare Designs. Auch ACNE STUDIOS bildet hier keine Ausnahme. Ein Schuss Extravaganz findet man hier aber auch.

Übrigens: Das schönste Schaufenster, welches ich auf meinem Store Check entdeckt habe, war das von der bekannten Schuhmarke Buffalo. Ganz im Zeichen der Stylejunkyz Dolls:

Quelle: Landa Reimer
Quelle: Landa Reimer

Nach diesem Tag hatte ich mir einen tollen Snack aus dem sudanesischen Imbiss Sahara in Neukölln gegönnt und habe im Kino Yorck herrlich entspannt und den wirklich tollen Film „Wolf of Wall Street“ von Kult-Regisseuer Martin Scorsese angeschauen.

Mein Fait zu diesen drei Tage Berlin lautet: Berlin ist eine großartige Stadt.

Es war eine schöne inspirative Zeit und man merkt wie die Stadt Berlin seine Designer unterstützt. Das sollten sich die anderen Städte in Deutschland wirklich mal abgucken!

Und nicht nur modetechnisch liegt Berlin jetzt bei mir ganz weit vorne, auch aus kulinarischer Sicht wird hier ein unglaubliches Spektrum geboten. Die Berliner trauen sich was und ich habe es sehr genossen für drei Tage auch ein Berliner gewesen sei zu dürfen.

Und eins ist gewiss: Ich werde zur nächsten Fashionweek im Juli definitiv wieder in der Stadt sein!