Nachhaltigkeit als Selbstverständlichkeit. Das schwebte Caroline Raffauf vor, als sie ihr Berliner Modelabel „RAFFAUF“ vor 30 Jahren gründete. Seither ist das Label nicht nur um einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gewachsen, es nutzt auch immer neue innovative Ideen, um umweltfreundliche Materialien in nachhaltige Mode zu verwandeln.

Eine Modestudentin mit Visionen

Schalkragenjacke aus 100 % recycelten PET-Flaschen, Foto: RAFFAUF / David Kavaler
Schalkragenjacke aus 100 % recycelten PET-Flaschen, Foto: RAFFAUF / David Kavaler

Caroline Raffauf ist eine ambitionierte Modeanwärterin, die Ende der 80er-Jahre in Paris studiert. Während ihrer Aufenthalte in den Weltmetropolen der Mode Frankreich und Italien entwickelt sie ihren persönlichen Stil. Nach Beendigung ihres Studiums wird aus einer Version ihr eigenes Label.

Zu einer Zeit, in der Nachhaltigkeit, Zero Waste und Slow Fashion noch keine Begriffe sind, die man mit der Modewelt assoziiert, setzt Caroline Raffauf ein Zeichen. Den entscheidenden Anstoß hierzu gibt eine Stoffrolle, die nach Chemikalien riecht. Mit ihren Werten und Vorstellungen geht dies nicht einher. Sie möchte weder Umwelt noch Mensch giftigen Einflüssen aussetzen.

Von Beginn an steht Nachhaltigkeit im Zentrum ihres Labels. „Verantwortung tragbar machen“, das verwirklicht Caroline Raffauf mit ihrer qualitativen Outdoormode. Auch heute noch ist sie das Gesicht der Marke.

Nachhaltigkeit von Beginn an

Die Jacken und Mäntel von RAFFAUF begleiten ihre Trägerinnen und Träger bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Die zeitlose Schnittführung und die individuellen Details machen die Stücke zu wahren Allroundern. Das Nachhaltigkeit funktioniert, ohne Kompromisse im Designprozess einzugehen, ist Caroline Raffauf zweifellos gelungen.

Bezüglich des Umweltaspektes unterscheidet sich das Berliner Label maßgeblich von großen Fast-Fashion-Produzenten. Jährlich werden bei RAFFAUF zwei Kollektionen vorgestellt. Hergestellt werden die Slow-Fashion-Teile jedoch auf Nachfrage. Dank dieses Modells landet überschüssige Mode nicht im Müll. Zum Vergleich: etwa 230 Millionen Textilien werden jährlich ungetragen verbrannt oder geschreddert. Dazu kommen Klamotten, die in Haushalten entsorgt werden. Diese werden in Deutschland durchschnittlich nicht länger als drei Jahre getragen.

Ihrem Ideal, der hundertprozentigen Nachhaltigkeit, nähert sich RAFFAUF Jahr für Jahr weiter an. Dabei wachsen sie an ihrer jahrzehntelangen Erfahrung. Sie setzen bei ihrer Entwicklung auf Transparenz.

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Fashion als Statement gegen Wegwerfgesellschaft

Getreu dem Motto „Be the change“ setzt das Berliner Label auf umweltfreundliche Stoffe. Das bedeutet, dass RAFFAUF Materialien verwendet, die unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt worden sind. Außerdem sind sie zertifiziert und müssen hohen Standards genügen.

Die aktuelle Sommerkollektion besteht aus recycelten PET-Flaschen. Die gewonnenen Fäden werden ohne Schwermetalle eingefärbt und verwebt.

Das Material verbraucht im Vergleich zu herkömmlichen Polyester 60 Prozent weniger Energie und über 90 Prozent weniger Wasser. Der CO2-Ausstoß wird um 30 Prozent reduziert.

Am Ende ihres langen Lebens können die Kleidungsstücke wieder recycelt werden. Das Label hat die Problematik, die die Müllproduktion für die Erde darstellt, bereits in der Entwicklung der Kollektion mitgedacht.

Wegwerfprodukte entsprechen nicht mehr dem Zeitgeist. Im Hinblick auf die Entwicklung des Klimawandels sind Ideen wie solche des Berliner Modelabels gefragter denn je. Und sie sind wichtig, um die Umwelt zu entlasten.

Selbst die Veränderung zu sein, die man sich für die Welt wünscht, beginnt schon im Kleinen. Nicht nur im Rahmen ihrer Kollektionen setzt das Label auf Wiederverwendbarkeit. Die Liebe zur Nachhaltigkeit steckt hier im Detail. Von Kleiderbügeln über Printprodukte bis hin zum Verpackungsmaterial ist sich das Label seinem Motto treu.

Neue Ideen für neue Mode

Schalkragenjacke aus Leinen mit Imprägnierung aus Getreideabfall, Foto: RAFFAUF / David Kavaler
Schalkragenjacke aus Leinen mit Imprägnierung aus Getreideabfall, Foto: RAFFAUF / David Kavaler

Ob Bio-Baumwolle, Naturkautschuk oder recycelte PET-Flaschen. RAFFAUF zeigt, was dank wiederverwerteter Materialien nachhaltig geschaffen werden kann. Optik und Qualität sprechen für sich.

Mit ihren Ideen leistet das Label Pionierarbeit in der Modewelt. Sie nutzen zum Beispiel Abfälle, die bislang nicht für die Herstellung umweltbewusster Mode in Betracht gezogen worden sind.

Die Textilimprägnierung der Mäntel und Jacken wird aus Abfallstoffen der Lebensmittelindustrie hergestellt. Dazu wird das in der Getreideverarbeitung gewonnene Wachs verarbeitet. Ohne diese zweite Chance würde es im Müll landen. Der gerettete Abfall ist dank seiner natürlichen wasserabweisenden Eigenschaft wie gemacht für die Imprägnierung von Leinen. Auf weiteren Stoffen wie der zertifizierten Bio-Baumwolle wird das Wachs bereits getestet.

Dank der immer neuen Ideen in puncto nachhaltiger Mode ist das Label RAFFAUF nicht nur ein Vorreiter, sondern eine wahre Instanz der Slow-Fashion-Industrie.

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