Flachsfaser

Flachsfaser
Foto: Joyce Romero / Unsplash

Anzeige

Aus den Stängeln der Flachspflanze wird die sogenannte Leinen- oder Flachsfaser gewonnen. Leinen oder Flachs (altgr. Linon und lat. Linum) ist eine Art Gewebe, das in der Leinenindustrie gefertigt wird. Es ist also nichts anderes als eine Faser des Gemeinen Leins (Saat-Lein oder Flachs). In der Textilindustrie wurde Leinen seit dem späten 19. Jahrhundert fast komplett von der Baumwolle verdrängt, bevor es ab Ende des 20. Jahrhunderts wieder als ökologische Naturfaser an Bedeutung gewann.

Gewinnung und Ernte der Faser

Bei der Ernte der Faser werden nur spezielle Maschinen benutzt, die die Pflanze behutsam mit der Wurzel aus dem Boden ausreißen. Befindet sich die Faser in der Gelbzeit, wird sie geerntet und auf dem Boden parallel ausgerichtet und abgelegt. Danach werden die Pflanzen geröstet: Das heißt, sie werden mit Bakterien oder Pilzen besetzt, damit sich die Bindung zwischen den Faserbündeln und dem sie umgebenden Gewebe lösen lässt. Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen ist, wird das Stroh getrocknet und in die Schwingerei gebracht. Hier sollte man unbedingt die Vorgehensweise beachten:

Stroh wird gebrochen

  1. Holzkern wird in kleine Stücke (Schäben) zerkleinert
  2. durch Schwingen werden die Schäben vom Flachs getrennt (der Schwungwerg)
  3. in einer Wergreinigungsanlage werden Schäben und Schwungwerg voneinander getrennt
  4. danach wird der Flachs gehechelt, parallelisiert und immer wieder gereinigt
  5. in Zöpfen gedreht verlassen die Flachsfaser die Schwingerei und werden in die Spinnerei zur Weiterverarbeitung gebracht

Textile Verarbeitung

In der Textilindustrie unterscheidet man zwei Arten der Weiterverarbeitung der Faser – Spinnen oder Weben.

Beim Spinnen werden die Fasern zu Fäden gesponnen, während man beim Weben nach der klassischen Leinwandbindung vorgeht.

Text: fashionpress.de

Anzeige

Anzeige