In der Zeit vom 09. Juli 2020 bis zum 10. Januar 2021 ehrt Cité de l’Automobile die Nobelmarke Lamborghini und zeigt in einer originellen Präsentation die phänomenalen Modelle des italienischen Automobilherstellers in Verbindung zur zeitgenössischen Popkultur.

Seit den 1960er-Jahren begeistert die Marke Top- Sportler, Schauspieler und Persönlichkeiten und ist sowohl auf der Straße als auch der Leinwand immer wieder ein Hingucker.

In Véhicules rares – Fahrzeuge mit Seltenheitswert – wird die Geschichte der Marke von der Gründung durch Ferruccio Lamborghini bis hinein ins 21. Jahrhundert präsentiert. Die Sammlung Schlumpf (weltweit größte Sammlung historischer Fahrzeuge) wird durch Leihgaben des Lamborghini MUDETEC Museum und privaten Sammlern vervollständigt.

Lamborghini Murciélago LP 640-4 Roadster - 2006 © Pietro Bianchi for Automobili Lamborghini
Lamborghini Murciélago LP 640-4 Roadster – 2006 © Pietro Bianchi for Automobili Lamborghini

Im Jahre 1963 begann der reiche Industrielle und Mechanik-Liebhaber Ferruccio Lamborghini Luxus-Sportwagen zu konstruieren und wollte sich damit in erster Linie von anderen renommierten Marken wie Ferrari, Maserati oder Jaguar abheben, die ihn zur damaligen Zeit enttäuschten.

„Automobili Ferruccio Lamborghini“ wurde am 1. Juli 1963 in der Nähe von Modena gegründet und richtet sich in erster Linie an Automobil-Liebhaber mit Hang zum Nervenkitzel. Das Markenzeichen von Lamborghini ist der Stier, welcher nicht nur das Sternzeichen von Ferruccio Lamborghini ist, sondern auch für Feuer und Charakter steht.

Zwei Jahre später wurde der „Miura“ präsentiert, der es schon zu dieser Zeit auf mehr als 300 km/h brachte. Der Straßensportwagen wurde von Rennautos inspiriert. So übernahm man den Motor in zentraler Hecklage, was im Rennsport schon üblich war.

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Egal ob „350 GTV“ (Genfer Autosalon, 1964) oder „Urus“ (Wüstendurchquerung, 2020): der Schriftzug Lamborghini ist unverkennbar. Italienisches Temperament, Ästhetik, Design und Technik zeichnen diese Marke bis heute aus.

Mit dieser Ausstellung erhält man einen Einblick in diese unglaubliche Geschichte der Automobilwelt und sieht einige dieser Traumautos in voller Pracht – nicht nur die alten Sportwagen, auch neue Modelle – z.B. aus dem SUV-Bereich – kann man bestaunen.

Darüber hinaus werden viele Stationen in der Lamborghini-Historie durch zahlreiche Archivdokumente wie Fotos oder Filmmaterial näher erläutert.

Lamborghini – eine Ikone der automobilen Popkultur

Ferruccio Lamborghini kam am 28. April 1916 in der Nähe von Bologna (Emilia-Romagna) als Sohn einer Bauernfamilie zur Welt. Er studierte an der Hochschule für Technik von Bologna und erwirtschaftete sein Vermögen durch die Produktion von Landmaschinen und Brennern.

Er besaß damals einen Ferrari, der zur Reparatur musste. Daraufhin soll Enzo Ferrari folgendes zu Ferruccio gesagt haben:

Du kannst vielleicht Traktor fahren, aber Du wirst nie einen Ferrari fahren können.

Enzo Ferrari

Das soll den stolzen und eigenwilligen Ferruccio so wütend gemacht haben, dass er beschloss Ferrari zu entthronen. Er engagierte die besten Ingenieure und ließ in Sant’Agata Bolognese (bei Modena) ein Werk zur Herstellung schneller GTs errichten.

Ferrucio Lamborghini überprüft die Produktionslinie für das 400 GT-Modell im Werk Sant'Agatta Bolognese.
© Mondadori Portfolio/Giorgio Lotti / Bridgeman Images
Ferrucio Lamborghini überprüft die Produktionslinie für das 400 GT-Modell im Werk Sant’Agatta Bolognese.
© Mondadori Portfolio/Giorgio Lotti / Bridgeman Images

Auch wenn die italienische Marke sich bewusst aus dem Motorsport zurückhält, so umgibt sie doch eine Aura, die ihresgleichen sucht. Ein Lamborghini ist nicht irgendein Sportwagen. Er steht für Design, ein Versprechen, ein Traum oder einfach nur für pure Fantasie.

Staatsoberhäupter, Künstler, Rock- und Filmstars, Industriekapitäne, Trader, Piloten und Playboys werden zu bedingungslosen Lamborghini-Fans und machen aus der Marke ein Symbol der automobilen Pop-Kultur.

Beim „Großen Preis von Monaco“ 1967 eröffneten Prinz Rainier III. und seine Frau Grace Kelly die Veranstaltung am Steuer des „Marzal“. Dieser war eine Studie von Marcello Gandini für den Karosseriebauer Nuccio Bertone.

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Seit diesem Moment lieben Prominente die Marke Lamborghini: Von Miles Davis bis Rod Stewart, über den Schah von Persien, König Faisal von Saudi-Arabien, Aristoteles Onassis, aber auch Paul McCartney, Johnny Hallyday, Silvester Stallone und heute Jay Kay, Kanye West, David Beckham, Cristiano Ronaldo, Jay-Z, Justin Bieber, 50 Cent oder Kim Kardashian.

Aber auch nach dem Tode des Gründers am 20. Februar 1993 lebt der Mythos um diese italienische Nobelmarke weiter. 1998 übernahm Volkswagen die Marke und überrascht weiterhin mit immer innovativeren, temperamentvollen Projekten, deren Namen aus der Welt des Stierkampfes oder Namen berühmter Kampfstiere herrühren.

LAMBORGHINI MIURA

Lamborghini P400 Miura «The Italian Job» de 1968. Collection Fritz Kaiser © The Classic Car Trust
Lamborghini P400 Miura «The Italian Job» de 1968. Collection Fritz Kaiser © The Classic Car Trust

Der Klassiker schlechthin von Lamborghini: „Miura“. Dieser Wagen ist der Inbegriff des Stils von Lamborghini. Hier standen Innovation und Leistung an erster Stelle.

COUNTACH

Lamborghini Countach LP 400 © 2020 Automobili Lamborghini S.p.A
Lamborghini Countach LP 400
© 2020 Automobili Lamborghini S.p.A

1970 kreeiert Gandini Carte blanche ein extravagantes Fahrzeug, dass ohne Zweifel einen hohen Beitrag zum Mythos rund um Lamborghini beigetragen hat. Das erste Modell hat einen periskopischen Rückspiegel und Türen, die einen an die Flügel eines Käfers erinnern.

Markenchef Nuccio Bertone soll beim ersten Anblick des Wagen „Countach!“ gerufen haben, was im piemontesischen Dialekt „fabelhaft“ bedeuten soll.

Zwischen 1974 und 1990 wurde der „Countach“ in verschiedenen Versionen produziert.

LM002

Lamborghini LM002, 1993, Collection Turbollection © Diego Vigarani for Automobili Lamborghini
Lamborghini LM002, 1993, Collection Turbollection
© Diego Vigarani for Automobili Lamborghini

Die französischen Brüder Mimran übernahmen zu Beginn der 1980er-Jahre die Kontrolle über Lamborghini und stellten den Ingenieur Giulio Alfieri ein. So wurde das Cheetah-Projekt, welches einst im Rahmen einer Ausschreibung für die US-Armee entworfen wurde, für den zivilen Markt überarbeitet. Heraus kam der „LM002“ mit 500 PS und einem V12-Motor. Dieser wurde zwischen 1986 und 1993 mit 301 verkauften Autos ein voller Erfolg für Lamborghini. Dessen Konzept bildete die Basis der „Sport Utility Vehicle“ (SUV) der modernen Luxus-Klasse.

URUS

Lamborghini Urus © 2020 Automobili Lamborghini S.p.A
Lamborghini Urus
© 2020 Automobili Lamborghini S.p.A

650 PS, 4L-Twin-Turbo-V8, 850 Nm Drehmoment, 305 km/h und in 0 auf 100 km/h in 3,5 Sekunden: Das ist der „Urus“ von Lamborghini, ein Allradfahrzeug für die Freizeit. Dieses SUV wurde sowohl im Wüstensand als auch auf dem Eis getestet und verbindet die Vorteile eines effizienten Allradwagens für extreme Situationen mit der Raffinesse luxuriöser GTs der Superlative, die ihresgleichen sucht. Der „Urus“ wurde 2017 zum ersten Mal auf dem Genfer Autosalon präsentiert und gilt seit Produktionsbeginn in 2018 ebenfalls als ein voller Erfolg für Lamborghini.

Mit dem „Urus ST-X“ entstand eine sehr fortschrittliche Version und ist dazu noch 25 % leichter. Gleichzeitig wurde das Modell als Vorreiter der Rennversion von Lamborghini „Squadra Corse“ entwickelt. Seit diesem Jahr tritt er den Beweis in einer eigenen Meisterschaft auf gemischten Dreck- und Asphaltstrecken an. Der „Urux ST-X“ ist vom „Internationalen Automobilverband“ homologiert und mit einem Überrollkäfig, einem Feuerlöschsystem und einem FT3-zugelassenen Kraftstofftank ausgestattet, was für ein SUV einzigartig ist.

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Höhepunkte der Ausstellung

EINEN LAMBORGHINI IN DER CITÉ DE L’AUTOMOBILE FAHREN

Wer die Ausstellung besucht, bekommt die Möglichkeit auf der Rennstrecke der Cité de l’Automobile Lamborghini hautnah zu spüren und so ein Traumauto mal zu fahren. Zur Auswahl stehen:

  • Lamborghini URRACO, Jahrgang 1974
    Sieben Runden im Autodrom zum Preis von 90 € inkl. Mehrwertsteuer.
  • Huracán Spyder LP610-4, Jahrgang 2016
    Sieben Runden im Autodrom zum Preis von 120 € inkl. Mehrwertsteuer

Darüber hinaus erhält jeden ein zufällig ausgewählter Besucher die Möglichkeit, den V10-Motor eines Huracán Spyder in der Ausstellung zu starten und zur Rennstrecke zu fahren.

An Wochenenden und Feiertagen beginnt um 11 Uhr das Schauspiel der Cité de l’Automobile. Mit etwas Glück kann man eine Fahrt als Beifahrer im Huracán Spyder gewinnen.

GEWINNSPIEL „TAG MY POP LAMBORGHINI“

Werde kreativ und entwerfe das Design der Karosserie des im Museum ausgestellten Huracán EVO RWD. Die schönste Karosserie wird im September von einer Fachjury ausgewählt. Der Gewinner kann das Auto entsprechend dem von ihm entworfenen Design sprayen.

POP LAMBORGHINI – Eckdaten zur Ausstellung

ADRESSE
Cité de l’Automobile – Musée national Collection Schlumpf
17, rue de la Mertzau – Mulhouse

ÖFFNUNGSZEITEN
Täglich geöffnet:

  • 10.00 bis 18.00 (Juli – Oktober)
  • 10.00 bis 17.00 (November – Januar)
    Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist obligatorisch.

EINTRITTSPREISE
Normaltarif: 14 €
Seniorentarif (ab 65 Jahre): 13 €
Ermäßigter Tarif: 11 € (Studierende, Arbeitssuchende, Inhaberinnen des ‚Pass Education‘, Inhaberinnen
eines Invaliditätsausweises und eine Begleitperson)
Tarif Kinder u. Jugendliche (7-25 Jahre): 10 €
Familientarif: 42 € (für 2 Erwachsene und 2 Jugendliche von 7 bis 25 Jahren) Kostenlos für Kinder unter
7 Jahren.
Die Online-Reservierung ist über das Online-Ticketing-System obligatorisch.

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