Haut zeigen – Gehüllt in Leder und transparente Stoffe


Der Sommer ist da: „Weniger ist mehr“ heißt es jetzt auch in der Mode. Doch wie man auch angezogen mehr Haut zeigen kann, erklärt fashionpress.

Nackte Tatsachen

Mit ihrer eigenen Reality-Show gewährt Kim Kardashian nicht nur tiefe Einblicke in ihr Privatleben: Die Stil-Ikone ist auch für ihre Vorliebe für freizügige Modedesigns bekannt. Erst vor kurzem ließ sie „nackte Tatsachen“ für sich sprechen, als sie nach einer Musikveranstaltung in New York in einem transparenten BH und durchsichtigen Overknees abgelichtet wurde. Auch ihre jüngere Schwester Kendall Jenner ist diesem Trend scheinbar nicht abgeneigt. Nicht nur beruflich zeigt sie gerne, was sie hat – wie z. B. während einer Modenschau von Marc Jacobs – sondern auch privat.

Patrizia Pepe - Top aus Spitze
Top aus Spitze von Patrizia Pepe

Den Durchblick haben

Doch ganz so nackt muss es nicht immer zugehen: Der „Hauch von Nichts“ lässt sich – wenn man einige Regeln sowie Figurtyp und Alter beachtet – durchaus auch im Alltag tragen. Schließlich lassen sich Spitze, Tüll, Organza, Chiffon oder Mesh auch ganz stilvoll modisch umsetzen. Um peinliche Fashion-Fauxpas zu vermeiden, sollten die Teile allerdings immer nur durchscheinend und nicht völlig durchsichtig sein. Heikle Stellen sollten zudem immer mit Spitze oder anderen Kleidungsstücken kaschiert werden.

Vintage Indigo Mrs Carter Skirt
Outfit von NA-KD.com

Wie eine zweite Haut

„Everywhere you go – always take the leather with you“: So oder so ähnlich könnte man wohl das Material beschreiben, das jedem modischen Zeitempfinden zum Trotz scheinbar eine Dauerkarte auf den Modeschauen dieser Welt besitzt. Wo Leder auftaucht, zieht es alle Blicke auf sich: So begeisterten Zadig & Voltaire beispielsweise in New York mit einer Kollektion, die sich zwischen Leder, Rockkultur, lebhaften Farben und ausgefallenen Mustern bewegte. Doch längst ist Leder nicht mehr nur Emblem von Bikern und Rockern, sondern lässt sich durchaus auch im Alltag tragen. Fast jeder kennt das Gefühl einer anschmiegsamen Lederjacke auf der Haut: Der Stoff fühlt sich angenehm weich an, ist elastisch, geschmeidig, strapazierfähig und unempfindlich gegenüber Wasser. All das macht ihn nicht nur in der Mode zu einem beliebten, da unkomplizierten und robusten Material. Sowohl Mann als auch Frau besitzen in der Regel mindestens ein Teil aus Leder, seien es Schuhe, Gürtel, Taschen, Jacken oder aber Schmuck und Smartphonehüllen. Leder ist ein zeitloses Must-Have und kann bei nahezu jedem Wetter getragen werden.

Raffinierte Einblicke

Doch es gibt noch andere Mittel und Wege, Haut zu zeigen. Besonders raffiniert sind Cut-Outs. Darunter versteht man nicht nur die großflächigen Hautblitzer an Taille, Rücken oder Dekolleté, sondern auch die kunstvollen, verblüffend akkurat ausgeschnittenen Muster, die sich inzwischen nicht nur an den Kleidungsstücken, sondern zunehmend auch auf Accessoires finden. Sie entstehen inzwischen meist durch hochmoderne Lasertechnologie, die es erlaubt, selbst in festere Stoffe wie Leder oder Filz können feinste, komplizierteste Muster zu schneiden. Die Musterungen sind dabei teilweise so filigran und zart, dass sie auf den ersten Blick wie Stoffe aus Spitze scheinen. Da Cut-Outs alle Blicke auf sich ziehen und als absolutes Highlight des Looks präsentiert werden können, sollten sowohl die Schnitte als auch die Farben möglichst schlicht sein – florale Prints oder beispielsweise Falten sind hier schnell zu viel des Guten.

Hervé Léger - Bandagekleid Linnea mit Cut-Out
Bandagekleid Linnea mit Cut-Outs von Hervé Léger
J.W.Anderson - Denimtop Cut Out Bodice
Denimtop mit Cut-Outs von J.W.Anderson
Philipp Plein cut-out knitted top, Damen, GröBe: L, Schwarz, Polyester/Viskose
Top von Philipp Plein

Text: fashionpress.de

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