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Cord

Männermode Herbst

Cord ist wieder da – und wie! Ob als Hose, Jacke oder Blazer, das samtige Material hat sich längst aus seinem einstigen Nischendasein in der Arbeitskleidung befreit und gehört heute zu den Must-Haves in der Modewelt. Doch was macht Cord so besonders? Ein Blick auf Geschichte, Herstellung und Varianten zeigt, warum das Traditionsgewebe auch in der heutigen Modewelt nicht wegzudenken ist.

Was ist Cord?

Cord (engl.: Corduroy) ist ein samtiges Gewebe, das durch seine charakteristischen Längsrippen auffällt. Diese Rippen verleihen dem Material nicht nur seine unverwechselbare Optik, sondern machen es auch besonders strapazierfähig und haltbar. Ursprünglich vorwiegend für Arbeitskleidung genutzt, hat sich Cord dank seiner robusten und dennoch edlen Eigenschaften auch im Alltag etabliert.

Die Herstellung von Cord

Cord gehört zu den Samtstoffen, was ihn so einzigartig weich macht. Der Produktionsprozess ist aufwendig:

  1. Zusätzliche Fäden: Während des Webvorgangs wird ein zusätzlicher Kett- oder Schussfaden eingearbeitet.
  2. Faserflor: Das Gewebe wird mit Schlaufen zusammengehalten, die später in einem samtigen Faserflor enden.
  3. Schneiden der Rippen: Nach dem Weben werden die Schlingen aufgetrennt, wodurch die typischen Längsrippen entstehen.

Das Resultat? Ein Gewebe, das nicht nur weich und warm, sondern auch extrem langlebig ist.

Materialien und Zusammensetzung

Moderne Cordstoffe bestehen meist aus einer Mischung aus:

  • 85 % Baumwolle: Für die Weichheit und Atmungsaktivität.
  • 15 % Polyester: Für mehr Haltbarkeit und Formstabilität.

Diese Mischung macht Cord besonders pflegeleicht und langlebig, ohne auf den charakteristischen Tragekomfort zu verzichten.

Cordarten im Überblick

Nicht jeder Cord ist gleich. Je nach Breite und Anzahl der Rippen pro Zentimeter lassen sich verschiedene Arten unterscheiden:

  1. Kabelcord: Mit breiten Rippen (ca. 1 Rippe pro Zentimeter) wirkt er besonders markant und robust. Perfekt für Jacken oder Möbelstoffe.
  2. Breitcord: Mit bis zu 2,5 Rippen pro Zentimeter gilt Breitcord als klassischer Allrounder für Hosen und Blazer.
  3. Feincord: Mit nur etwa 0,4 Rippen pro Zentimeter wirkt Feincord besonders elegant. Beliebt bei Hemden und Kleidern.
  4. Babycord: Eine Variante des Feincords, die durch besonders zarte Rippen besticht – ideal für Kinderkleidung und leichte Stoffe.

Warum ist Cord so beliebt?

Cord vereint Eigenschaften, die ihn zum idealen Material für Fashion-Liebhaber und Praktiker gleichermaßen machen:

  • Strapazierfähigkeit: Perfekt für den Outdoor-Bereich oder langlebige Kleidungsstücke.
  • Wärme: Cord isoliert gut und eignet sich ideal für die kühleren Monate.
  • Vielseitigkeit: Von lässigen Cordhosen bis zu eleganten Blazern – Cord passt zu jedem Stil.
  • Retro-Charme: Mit seinem Comeback im Stil der 70er- und 80er-Jahre liegt Cord voll im Trend.

Cord und Nachhaltigkeit

In einer Welt, die zunehmend auf umweltfreundliche Materialien setzt, bietet Cord aus Baumwolle eine nachhaltige Alternative zu synthetischen Stoffen. Viele Hersteller setzen heute auf biologische Baumwolle und recycelte Polyesteranteile, um Cord noch umweltfreundlicher zu gestalten.

Fazit

Cord ist mehr als nur ein Stoff – er ist eine Stilaussage. Mit seiner samtigen Struktur, den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und der reichen Geschichte hat sich Cord zu einem unverzichtbaren Bestandteil moderner Mode entwickelt. Egal, ob Sie ihn für ein Retro-Outfit oder einen modernen Look wählen, Cord bietet nicht nur einen Hauch von Nostalgie, sondern auch zeitlose Eleganz.

Cord ist der Beweis, dass Klassiker nie aus der Mode kommen – sie werden nur neu interpretiert.

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